Gemeinde Christi Trier
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Christus - mein Herr und Retter

Meine Suche nach der Wahrheit

 

Als Kind wuchs ich in einem Dorf auf und wurde in einem sehr strengen Elternhaus im römisch-katholischen Glauben erzogen. Es gab in meinem Heimatort keine Alternative zu anderen religiösen Richtungen. So besuchte ich zwangsläufig die römisch-katholische Bekenntnisschule. Hier musste ich ganze auswendig gelernte Bibelabschnitte vortragen, ohne dass mir der Zugang zu einem persönlichen Glauben an Jesus Christus, auch nur annähernd, erklärt wurde. Den Grund sehe ich im nach hinein darin, dass die Lehre der Kirche damals „über Gottes Wort“ stand und heute immer noch steht!

 

So wurde ich seinerzeit als Messdiener angehalten, an der Eucharistiefeier teilzunehmen und bestimmte Texte in Latein auswendig aufzusagen. Die Bedeutung der Worte selbst zu kennen, war dabei zweitrangig. Ich sah mich in ein System hineingezwängt, in dem ich, ohne über Sinn und Unsinn kirchlicher Weisung nachzudenken, lediglich zu funktionieren hatte. Ab dem Zeitpunkt der Erstkommunion, dem angeblich schönsten Tag in meinem Leben, kam noch durch regelmäßiges zur Beichte gehen, ein besonderer Druck dazu. Sehr oft quälten mich Gedanken, dass ich nach dem „Sündenkatalog“ die ein- oder andere Verfehlung dem Priester nicht gebeichtet hatte. Damit behielt ich immer ein schlechtes Gewissen. Zur „Buße“ wurden mir in der Regel mehrere „Vater unser“ oder andere vorgegebene Gebete, wie etwa an die „Gottesmutter Maria“ gerichtet, auferlegt. Anstatt auf den einzigen Mittler zwischen uns Menschen und dem himmlischen Vater hinzuweisen (1. Timotheus 2, 5), sollte ich mich außerdem an so genannte „Kirchenheilige“ wenden. Einer davon war unser Kirchenpatron, der am Kirchweihfest, der „Kirmes“, mit folgendem Liedtext angerufen wurde: „Heiliger Sebastian, nimm dich unser hilfreich an …“.

 

Anstatt wie heute zu Jesus Christus, wurde immer wieder eine enge Bindung zur Kirche angestrebt. Natürlich hat uns Kinder auch so manches in der römisch-katholischen Kirche fasziniert. Dies war zum einen die besondere Ehre als Messdiener vorzubeten, eine Fahne zu tragen oder das an Ketten aufgehängte Weihrauchfass in einem kurzen- und langen rhythmischen Schwung Richtung Altar und Priester zu bewegen. Der im Messdienerunterricht für hohe kirchliche Festtage eingeübte Einzug, Altardienst und Auszug glich eher einer Theateraufführung und beeindruckte die eigenen Sinne, wie auch die der Gläubigen, die dem „Schauspiel“ mehr oder weniger passiv folgten. Der Tabernakel, da wo angeblich das Allerheiligste, der Leib von Christus in Form einer Oblate, Hostie genannt, wohnte, durfte nur vom Priester geöffnet und geschlossen werden. Was sagt das Neue Testament dazu: „Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind“ (Apostelgeschichte 17, 24).

 

Eine besondere Hochstimmung herrschte bei der Fronleichnamsprozession, wo der Priester mit der „Monstranz“ unter einem Baldachin auf einem Farn- und Blumenteppich einher schritt.

 

Begleitet wurde die Prozession von einer Blasmusikgruppe des Nachbardorfes, die mich besonders anrührte und begeisterte. Dabei war das Abschlusslied „Großer Gott, wir loben dich, …“ in der alten Dorfkirche der absolute Höhepunkt. Ich war am Ende des Lobpreises fast immer heiser, da ich vergeblich versuchte stimmlich gegen Posaunen und Trompeten, meine Lieblingsinstrumente, anzukommen.

 

Oft hatte ich das Gefühl, wurde sehr großen Wert auf die äußere Haltung innerhalb der Kirche gelegt. Nur immer das tun, was andere auch tun. Anstatt die Augen zu schließen und sich über den innwendigen Menschen Gott zu nähern, herrschte, anstatt von Gott gewollte Frömmigkeit, eher Scheinfrömmigkeit vor. Im Eintauchen der Finger in den von Bakterien verseuchten Weihwasserkessel mit anschließendem Bekreuzigen beim Betreten und Verlassen der Kirche wurde dies besonders deutlich. Selten entdeckte ich während des Kirchenaufenthaltes einen fröhlichen Gesichtsausdruck in der Mimik der „Kirchgänger“.

 

Von einer Entscheidung für oder gegen Christus war nie die Rede. So wurde mir damals u. a. gesagt, dass die römisch-katholische Kirche die „Alleinseligmachende Kirche“ sei. Da ich keinen Vergleich zu anderen Glaubensrichtungen hatte, ließ ich es, im Vertrauen die Wahrheit zu hören, darauf beruhen. Heute weiß ich, dass nach Apostelgeschichte 4, 12 allein der Herr Jesus Christus selig oder heilig macht; und demnach jede menschliche Selig- oder Heiligsprechung eine Farce ist.

 

Ein weiteres Merkmal ist immer noch, dass sich im Gegensatz zur Heiligen Schrift unsere beiden großen Volkskirchen auf zwei Grundpfeiler, nämlich die „Erbsündenlehre“ (eine Erfindung der römisch-katholischen Kirche) und die „Kinder- oder Säuglingstaufe“ stützen. Doch die Bibel kennt weder die Kindertaufe noch die Erbsündenlehre. Der Glaube, an 1. Stelle, kommt nach wie vor aus der Predigt und die Predigt durch das Wort Christi (Römer 10, 17), und danach die „Glaubenstaufe“ (Markus 16, 16).

 

Mit zehn Jahren stand ich kurz vor dem Eintritt ins Kloster (römisch-katholisches Internat), um Priester zu werden. Als dieser Wunsch, Gott zu dienen, sich aber im kirchlichen Verbot, nicht heiraten zu dürfen, zerschlug, wählte ich einen weltlichen Beruf. Eine Tante von mir, die Missionsschwester in Afrika war, gab mir bei ihrem letzten Heimataufenthalt, bevor sie in ihr geliebtes Uganda zurückkehrte, um dort zu sterben, folgendes Gebet mit auf meinen Lebensweg: „Herr, zeige mir den Weg, den Du mich führen willst!“ Dieses Gebet wurde von Gott, dem Vater von Jesus Christus, meinem Retter, erhört. Doch anders als das wohl meine Tante damals ahnen-, und auch ich mir für die Zukunft vorstellen konnte. Noch heute zählt es zu meinem täglichen Reden mit Gott. Dazu bete ich IHN, den Vater, im Namen meines Herrn Jesus Christus an, so wie es die Heilige Schrift fordert.

 

Was nützt den Gläubigen in der römisch-katholischen Kirche das immerwährende Anrufen Gottes mit den Worten „Erbarme Dich unser“? Seit dem 1. Pfingstfest nach der Auferstehung von Christus, dem Gründungstag der Gemeinde Christi, will Gott durch das Befolgen Seiner Frohen Botschaft sich unser aller erbarmen. Damals stellten die Zuhörer dem Apostel Petrus, der damit das Himmelreich uns Menschen aufschloss, die Frage: „Was sollen wir tun?“ Die Antwort gilt auch uns heute: „Tut Buße (kehrt um), und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes“ (Apostelgeschichte 2, 37 – 38).

 

Es bringt in dem Zusammenhang absolut nichts, sondern ist Gott ein Gräuel, wenn wir für unsere verstorbenen Lieben beten, dass Gott sich ihrer erbarmen soll. Diese hatten in ihrem Leben die Möglichkeit umzukehren. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Übrigens: Das Gnadenangebot Gottes gilt nur bis zu unserem irdischen Ableben oder darüber hinaus bis zur Wiederkunft von Jesus Christus.

 

Wenn unsere zukünftige Heimat wirklich der Himmel sein soll, müssen wir erst einmal mit Gott Vater durch Seinen Sohn Jesus Christus versöhnt werden. Wer nicht im Gehorsam des Glaubens durch eine bewusste Umkehr den Sohn Gottes als Herrn und Retter angenommen hat, dem fehlt der Friede Gottes. Er ist nicht wiedergeboren aus Wasser und Geist. Die dem Willen Gottes entgegenstehende Handlung der Kinder- oder Säuglingstaufe hat ihn ohne bewusste, eigene Entscheidung nicht zum „Christen“ gemacht. Auch eine nachträgliche Zustimmung oder Beteuerungen während Erstkommunion oder Konfirmation machen aus einem „Scheinchristen“ noch lange keinen Christen, der Hoffnung auf ewiges Leben hat. Er befindet sich nach wie vor im geistlichen Machtbereich Satans und nicht im Machtbereich von Christus!

 

Wie heuchlerisch für einen wiedergeborenen Christen ist das Verhalten eines römisch-katholischen Priesters, wenn er die Heilige Schrift den gläubigen Katholiken zugewandt hochhält und die Aussage macht „Wort des lebendigen Gottes“. Es bleiben leere Worte, weil er sich selbst nicht an die Schrift hält. Außerdem kennt das Neue Testament grundsätzlich kein besonderes Priestertum, wie es in der römisch-katholischen Kirche praktiziert wird, sondern nur das allgemeine Priestertum aller Gläubigen (1. Petrus 2, 5 und Offenbarung 1, 5 – 6). Die evangelischen Kirchen haben sich von dieser in der Reformationszeit so hoch gehaltenen Wahrheit längst verabschiedet.

 

Wo wir uns nicht unseres Heils gewiss sind, haben wir es mit einem geistlich toten Glauben zu tun. Seines Heils gewiss zu sein, bedeutet Sicherheit; und wer will schon darauf verzichten, wenn es um ewiges Leben oder ewige Verdammnis geht? Menschen, die keine Christen waren oder ein anderes Evangelium hörten und diese Erde bereits verlassen haben, sollten wir getrost unserem Schöpfer anvertrauen. Er, Christus, wird ihnen allen bei Seiner Wiederkunft ein gerechter Richter sein. Dann wird es aber auch für viele ein böses Erwachen geben, die den Lügen der Irrlehrer, anstatt der Heiligen Schrift, glaubten: „Draußen sind die Hunde und die Zauberer und die Unzüchtigen und die Mörder und die Götzendiener und alle, die die Lüge lieben und tun“ (Offenbarung 22, 15).       

 

Auch sind die Aussagen „Ich bin ein katholischer- bzw. ev. Christ, oder andere menschlich erdachte Sondernamen“ keine biblischen Bezeichnungen und führen bei Außenstehenden zu nichts weiter als Irritationen. Da diese Abgrenzungen nur Spaltungen dokumentieren und vor Gott Sünde sind, werden sie vermutlich einst sehr ernste Konsequenzen vor dem Richter der Welt haben. Denn damit wurde die Einheit der Christen unmöglich gemacht. Erinnern wir uns doch nur einmal an die Worte von Jesus, die Er an den himmlischen Vater richtete: „Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast“ (Johannes 17, 20 – 21). Die von Menschen angestrebte Zusammenführung von so genannten Christen in der Ökumene stellt in Wirklichkeit nicht mehr als eine künstliche Form von Einheit dar. Für mich ist die Ökumene nichts anderes als Verrat am christlichen Glauben; ein wahres Meisterwerk des Teufels.    

 

Ein entscheidendes positives Merkmal in meinem Leben war, dass mir in Elternhaus und Schule diszipliniertes Verhalten mit einhergehendem Gehorsam nahe gebracht wurde. Hier liegen, davon bin ich überzeugt, die Wurzeln für meinen heutigen Glaubensgehorsam. Dank damaliger Anerkennung menschlicher Autorität fällt es mir heute leicht, göttliche Autorität anzuerkennen.

 

Wie viele Irrwege ich in meinem Leben ging, kann ich heute nicht mehr aufzählen. Doch in einem Punkt bin ich mir absolut sicher, mein himmlischer Vater hat mich nie aus dem Blickfeld verloren. Er führte mich an körperliche Leistungsgrenzen heran, wie etwa dem Durchstehen von vier Marathonläufen. Für mich lag darin die Vorbereitung auf den „geistlichen Marathonlauf“, den ich in diesem Leben dauerhaft in meinem Glaubenskampf zu bestreiten habe. Er endet nicht an einer irdischen Zielankunft, sondern hat die himmlische Wohnung, die mein Herr schon bereitet hat, (Johannes 14, 1 – 3) als Ziel.

 

Gott, mein Vater, hat in Seiner nicht vergleichbaren grenzenlosen Liebe, indem Er Seinen eigenen Sohn für meine Sünden sterben ließ, meine Verfehlungen zwar zugelassen und mir dennoch unverdiente Gnade geschenkt. Heute unterscheide ich klar und deutlich zwischen einer konsequenten Umkehr zu Gott und damit einem „Einst“ und „Jetzt“.

 

Im Brief des Apostels Paulus an die Epheser steht, und das gilt uns heute gleichermaßen: „Auch ihr wart tot durch eure Übertretungen und Sünden, in denen ihr früher gelebt habt nach der Art dieser Welt, unter dem Mächtigen, der in der Luft herrscht, nämlich dem Geist, der zu dieser Zeit am Werk ist in den Kindern des Ungehorsams. Unter ihnen haben auch wir alle einst unser Leben geführt in den Begierden unsres Fleisches und taten den Willen des Fleisches und der Sinne und waren Kinder des Zorns von Natur wie auch die andern. Aber Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden -; und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, damit er in den kommenden Zeiten erzeige den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade durch seine Güte gegen uns in Christus Jesus. Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen“ (Epheser 2, 1 – 10) und im 2. Korintherbrief 5, 17 schreibt er: „Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden“.

 

Wie viele Verlorene reden dagegen von einem „lieben Gott“ und denken dabei nur an „Allversöhnung“. Mit der satanischen Lüge „Christus ist pauschal für die Sünden aller Menschen am Kreuz gestorben“; wir brauchen nichts mehr weiter zu tun, als dies zur Kenntnis zu nehmen, hat ernste Folgen. Der einzig wahre Gott ist der Vater meines Herrn Jesus Christus. Er, der gerechte Gott, der Sünde und Schuld nicht durchgehen lässt, weil Er ein heiliger Gott ist, hört uns, wenn wir Ihn ernsthaft anrufen (Psalm 50, 15). Nur die können einst die Gemeinschaft mit IHM im Himmel haben, die ebenso geheiligt sind, indem ihre Sünden durch das Blut Seines Sohnes Jesus Christus in der Glaubenstaufe abgewaschen wurden.

 

Doch wird eine unsichtbare und doch reale Gefahr von den meisten unterschätzt. Solange wir auf dieser Erde leben, wird der Widersacher von Jesus Christus, der Satan, auch Vater der Lüge genannt (Johannes 8, 44), alles daran setzen, um nur eins zu bewirken: Menschen dürfen auf keinen Fall Jesus Christus nachfolgen. Dabei ist ihm jedes Mittel recht. Am liebsten sind ihm „Scheinchristen“.

 

Ich erinnere mich persönlich an ein Erlebnis in der Zeit meiner Umkehr, als ich mich noch nicht der Glaubenstaufe unterzogen- und damit noch keine Vergebung meiner Sünden hatte: Ich belegte damals ein Seminar beim Blauen Kreuz (Suchtkrankenhilfe). Am 1. Abend betonte ich lautstark gegenüber anderen Seminarteilnehmern, dass der Teufel bewusst Wahrheit mit Unwahrheit vermischt. In der Nacht, als ich kurze Zeit aufwachte, merkte ich plötzlich einen Würgegriff am Hals, ohne jemand zu sehen. Ich bekam kaum noch Luft und konnte nur noch still Jesus um Hilfe bitten. Die unsichtbare Umklammerung löste sich langsam. Einen ähnlichen Angriff erlebte ich noch einmal zu Hause, war aber dann vorbereitet und wendete mich sofort an Jesus, der mir zum 2. Mal zu Hilfe kam. Wie beruhigt kann ich heute, nach der Glaubenstaufe, im Machtbereich von Christus sein, wenn ich in 1. Johannes 5, 18 folgende Worte lese: „Wir wissen, dass, wer von Gott geboren ist, der sündigt nicht, sondern wer von Gott geboren ist, den bewahrt er, und der Böse tastet ihn nicht an“.      

 

Jesus kennt die List und Tücke des Teufels genau und weiß um die Menschen, die diese Macht unsichtbar gebunden hat und die in ihrer Ahnungslosigkeit auf dem breiten Weg in die ewige Verdammnis sind: „Geht hinein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und viele sind’s, die auf ihm hineingehen. Wie eng ist die Pforte und wie schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind’s, die ihn finden“ (Matthäus 7, 13 – 14)! Wer will da noch die breite Masse der so genannten „Namenschristen“ als gerettet ansehen?

 

Meine Erfahrung hat mir eines gezeigt: Nur im Glaubensgehorsam findet der Mensch Frieden (Ruhe) mit Gott. Und nur so ist Frieden mit unseren Mitmenschen und damit Frieden in der Welt zu erreichen. „Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm“ (Johannes 3, 36).   

 

Die Wahrheit der Worte von Jesus erlebe ich jedes Mal, wenn ich anfange in meiner eigenen Familie über den Glauben an Jesus Christus zu sprechen. Was sagt Er über die Entzweiungen wiedergeborener Christen mit ihren Verwandten in Fragen des Glaubens: „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folgt mir nach, der ist meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird’s finden“ (Matthäus 10, 34 – 39).          

 

An dieser Stelle sollten die, die sich für intelligent halten, klug sein, und folgende Worte der Heiligen Schrift nicht oberflächlich in den Wind schlagen: „Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben“ (Johannes 1, 12) und „Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht“ (1. Johannes 5, 12). Und deshalb: „Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht …“ (Hebräer 3, 7 – 8).          

 

Es ist ein großer Betrug unserer Volks- und Massenkirchen, dass sie ihren „Mitgliedern“ eine Sicherheit zusprechen, die es aufgrund ihrer eindeutig weltlich orientierten- und damit gottfeindlichen Einstellung, „Freundschaft mit der Welt ist Feindschaft mit Gott“ (Jakobus 4, 4) nicht gibt. Dazu gehört auch der „interreligiöse Dialog“ mit anderen Glaubensrichtungen, die den Absolutheitsanspruch des Herrn Jesus Christus „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14, 6) nicht anerkennen. Um niemandem zu nahe zu treten, wählt man stattdessen den „breiten Weg“ mit der Aussage: Wir glauben „alle an den einen Gott“ und betrügt sich damit selbst!

 

Die Umkehr

 

Ein entscheidender Schritt für meinen heutigen Glauben als Christ war der Austritt aus der römisch-katholischen Kirche im Jahre 1981. Es war ein harter innerer Kampf, der diesem Entschluss voranging. Ein Argument damals war der Vergleich mit anderen mir nahe stehenden Bezugspersonen. Diese als „fromm“ geltenden Katholiken gaben vor, Christen zu sein, aber setzten mir in ihrem Alltagsverhalten derart psychisch zu, dass ich mir sagte, dann lieber kein Christ mehr zu sein!

 

Ich glaubte zwar immer noch an die Existenz eines Gottes, doch rückten für mich andere weltliche Interessen, wie etwa der Bau eines Einfamilienhauses oder danach der Langstreckenlauf in den Vordergrund. Ich begann mich in gewissem Sinne auf dieser Erde „einzurichten“, um mich, wie es wohl die meisten tun, selbst zu verwirklichen und von den Menschen anerkannt zu werden.

 

Doch eines Tages kam in mir der Gedanke auf, was wird sein, wenn du einmal siebzig Jahre und älter bist und schaust zurück, was war dann der Sinn deines Lebens? Ich dachte über mein Leben nach. Die Suche nach dem Sinn des Lebens begann. In dieser Zeit schenkte mir Gott einen Überblick über die verschiedenen Religionen. Es fing damit an, dass ich eines Tages in unserem Briefkasten eine buddhistische Zeitschrift vorfand, die ich nicht bestellt hatte. Also beschäftigte ich mich mit dem Buddhismus. Dann erschienen die Zeugen Jehovas an der Haustüre, die mir einredeten, Gesandte Gottes zu sein. Während ich mir ihren Versammlungsraum ansah, fühlte ich eine bedrückende Beklemmung in meinem Inneren. Sie überzeugten mich nicht und ich blieb auf Distanz. Dann erkundigte ich mich bei den „Heiligen der letzten Tage“ (Mormonen) nach deren Glaubensrichtung. Als man mir schließlich die Eintrittserklärung zum Unterschreiben vorlegte und ich zögerte, drohte man mir mit dem Schriftwort „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apostelgeschichte 5, 29). Unter Tränen verließ ich diese selbst ernannten „Heiligen“. Eines bewirkte die Zeit mit den Mormonen im positiven Sinne, denn ich versöhnte mich wieder mit meinen Eltern. Dann besuchte ich die Bibelstunde in der ev. Kirche. Hier wurde die Bibel nur oberflächlich gelesen, es ging nicht in die Tiefe. Stattdessen war der Geräuschpegel in Verbindung mit dem begleitenden Klavierspiel beim Singen zwischendurch unangenehm hoch und nervend. Als dann noch der Pfarrer das uneheliche Zusammenleben von Mann und Frau auf meine Anfrage hin, tolerierte, blieb auch hier das Interesse von mir auf der Strecke. Dann wurde mir kurzfristig in meinem Büro an meiner Arbeitsstelle eine Hilfskraft zur Seite gestellt, die mir Bücher über den Islam und den Hinduismus zum Selbststudium mitbrachte. Außerdem beschäftigte ich mich mit Literatur wie Parapsychologie und Esoterik.

 

Als ich wieder einmal meine Eltern besuchte, machte mich mein Vater auf die Benutzung eines Pendels (eine Form des Zeichendeutens) aufmerksam. Eine Frau aus meinem Heimatort hatte ihm die richtige Handhabung erklärt, um u. a. angeblich schlechte Speisen und Getränke ausfindig zu machen. Auch ich versuchte damit umzugehen und es „funktionierte“.

 

Schließlich hoffte ich auf diesem Weg dem wahren Glauben an Gott ein Stück näher zu kommen. Ich fragte während der Arbeit mit dem Pendel immer wieder: „Kommen diese Antworten von Gott?“ und immer wurde mir mit einem klaren „Ja“ diese Frage bestätigt. Achtzehn Monate lang war meine Freizeit, oft bis tief in die Nacht hinein, damit ausgefüllt. Es ging bis an die Grenze physischer und psychischer Belastung. In dieser Zeit erstellte ich u. a. den Buchtext mit dem Titel „Gott unser Ziel – Gemeinde Jesus“. Der Text sollte nach Aussage des Zeichendeutens die Bibel ersetzen.

 

Mit der geplanten Veröffentlichung dieses Buches stand ich kurz vor der Gründung einer eigenen Religionsgemeinschaft. So fand ich u. a. damals auf der Suche nach der Wahrheit in der „Einheitsübersetzung“ nicht, wie es die Lutherübersetzung richtig ausdrückt, das Wort „Zeichendeuten“ noch das Wort „Gottloser“. Ich war der festen Überzeugung, mit dem Zeichendeuten nicht gegen ein Gesetz Gottes zu verstoßen. Das Wort „Gottloser“, in der Einheitsübersetzung mit dem Wort „Frevler“ sinnentstellt, war für mich kein Begriff. Als Ahnungsloser betete ich zwar zu Jesus, ohne jedoch zu wissen, da mir die biblische Erkenntnis noch fehlte, dass ich gleichzeitig ein williges Werkzeug des Satans war. - Der bereits fertig gestellte Buchtext lag schon in einer Druckerei im Regal und wartete dort nur noch auf seine Vervielfältigung. Doch plötzlich stellten sich Hindernisse ein, die es, Gott sei Dank, nicht zum Druck kommen ließen.

 

9. Juli 1990: - Als ich nicht mehr ein noch aus wusste, erreichte mich der Ruf Gottes. Ein junger Mann suchte an diesem Tag an meiner Arbeitsstelle, der Universität Trier, über die Telefonzentrale einen Schachspielpartner. Das Gespräch nahm meine Frau dort entgegen und bat mich um Weiterhilfe. Ich nahm das Telefonat an und versprach dem Wunsche des Anrufers nachzukommen. Doch das Gespräch endete nicht sogleich und schon lenkte für mich Gottes Geist das Thema auf die Frage: „Was ist wahrer Glaube an Gott?“ Fast schlagartig wurden mir vom anderen Ende der Leitung folgende Bibelverse vorgetragen: „Wer mir nachfolgt, der trage mir sein Kreuz nach“ und „Wer das Leben behalten will, der wird es verlieren“ sowie „Und alle, die fromm leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden“.

 

Diese sehr ernsten Worte trafen mich zwar etwas unvorbereitet, aber sie verfehlten ihre Wirkung nicht. Ein erster Hinweis auf eine Gemeinschaft der Ev. Landeskirche mit ihren Veranstaltungen, zu denen ich noch eingeladen wurde, rundeten das Gespräch schließlich ab.

 

20. Juli 1990: - Mit zwei von mir gewünschten Ansprechpartnern aus vorgenannter Gemeinde und gleichzeitig Vertreter zweier Generationen, die mir noch nicht persönlich bekannt waren, verabredete ich mich im Gemeindezentrum, verschwieg ihnen jedoch, so mir durch das Zeichendeuten signalisiert, bewusst meine wahre Absicht. Zum vereinbarten Zeitpunkt legte ich beiden den Buchtext, der die Bibel angeblich ablösen sollte, vor und beschrieb kurz dessen Entstehungsgeschichte. Erstaunliche Ruhe herrschte bei der sachlichen Atmosphäre, bei der mir bald folgende Bibelverse aus dem Alten und Neuen Testament vorgetragen wurden: 5. Mose 18, 9 – 12; 2. Kor. 11, 14; Matthäus 24, 11; Epheser 6, 10 – 20; Offenbarung 20, 10; Römer 3, 23 – 24; Jakobus 2, 10 – 11 und Johannes 1,5 – 10.

 

Vers für Vers machte mir auf einmal klar, wer hinter diesen von mir mühsam erarbeiteten Texten wirklich steckte. Ein Schleier fiel mir langsam von den Augen und das Böse war plötzlich durch das Wort Gottes, hier die Lutherübersetzung, entlarvt.

 

Die Absicht des Teufels, meine Gesprächspartner zu versuchen mit mir als Werkzeug, wurde von einem, der stärker war und ihn schließlich am Kreuz besiegt hat, dem Herrn Jesus Christus, vereitelt.

 

21. Juli 1990: - Erste Tat: Wahlloses Aufschlagen eines kleinen, Neuen Testamentes, das der ältere Ansprechpartner mir am Vortag schenkte. Mein Blick fiel auf Apostelgeschichte 10, 42: „Er hat uns geboten, dem Volk zu predigen und zu bezeugen, dass er von Gott bestimmt ist zum Richter der Lebenden und der Toten“. Für mich ein persönlicher Hinweis Gottes zu meiner Aufgabe in der Zukunft.

 

22. Juli 1990: - Sonntagvormittag. - Folgende Gedanken an den geplanten ersten Gottesdienstbesuch am Abend in bereits angedeuteter Gemeinde ließen mich einfach nicht zur Ruhe kommen: So etwas kann der Satan doch unmöglich wollen. Von der Neugier angetrieben und gleichzeitig von Gewissensbissen gepeinigt, fragte ich schließlich noch mal über das Zeichendeuten: Soll ich an dem Gottesdienst teilnehmen? Die Antwort lautete: „Ja“. Für mich noch einmal Zweifel und Grund zu der Annahme, ob hier wirklich der Satan dahinter stecken kann, wenn mir ein solcher Rat in dieser entscheidenden Lebensphase zukommt. Etwa zwei Stunden vor Gottesdienstbeginn wiederholte ich meine Frage vom Vormittag: Soll ich den Gottesdienst besuchen? Die Antwort lautete: „Nein“. - Ich warf das Pendel, mein vermittelndes Element beim Zeichendeuten auf den Wohnzimmertisch und sagte laut: „Weiche Satan!“ - Ein Schaudern durchzog meinen ganzen Körper und verebbte langsam. Seitdem ist das Zeichendeuten für mich tabu. - Gegen 23 Uhr schlug ich wiederum wahllos das kleine, Neue Testament auf und mein Blick fiel auf Offenbarung 2, 10: „… und ihr werdet in Bedrängnis sein zehn Tage“. Auf mich bezogen begann an diesem Abend die Zeit der Loslösung von meinem durch das Zeichendeuten ermittelten Buch- und Redetext.

 

24. Juli 1990: - Dienstag. - Der Tag der Wende war gekommen. Das Gewissen hatte mir seit Sonntag keine Ruhe mehr gelassen und ich bat den älteren Ansprechpartner vom 20. Juli, als von mir bestimmter Entlastungszeuge, beim Loswerden meiner schweren Schuldenlast um 19 Uhr in der Gemeinde anwesend zu sein. Er begann mit einem in der Wortwahl frei gestalteten Einführungsgebet. Dann dankte ich dem Herrn, dass Er mich den Weg an diese Stätte habe finden lassen. Schließlich bekannte ich vor Gott meine bewusst und unbewusst auf mich geladenen Sünden und bat Ihn um Vergebung. Vom Gefühl her dachte ich damals, dass Gott mir durch ein „Übergabegebet“ meine Sünden vergeben hätte. Diese Ansicht vertreten auch heute noch die besagte Gemeinschaft der Ev. Landeskirche und einige Missionswerke. - Wann aber nach der Heiligen Schrift die Vergebung unserer gesamten Sündenschuld in Wirklichkeit erfolgt, wurde mir erst im Jahre 1999 mit Apostelgeschichte 2, 37 – 41 von einem Glaubensbruder einer Gemeinde Christi klar vor Augen geführt!

 

1. August 1990: - Als ich am frühen Morgen im Evangeliumsrundfunk u. a. die Worte hörte, jede Form von Okkultismus zu meiden, wurde mir auf einmal deutlich: Allein von okkulten Praktiken loszulassen, reicht nicht aus; ich muss mich so schnell wie möglich auch von dem okkulten Schriftgut trennen. Den ursprünglichen Plan, mit den genannten Schriften als Beweismittel gegen den Satan zu kämpfen, um seine List und Tücke aufzudecken, verwarf ich schließlich aufgrund von Apostelgeschichte 19, 19, wo steht: „Viele aber, die Zauberei getrieben hatten, brachten die Bücher zusammen und verbrannten sie öffentlich …“. Mein älterer Ansprechpartner sagte mir später: Durch den Rundfunk habe der Geist Gottes zu mir gesprochen. Es war für mich der 10. Tag der Bedrängnis, des Loslösungsprozesses, seit ich den Text aus der Johannes-Offenbarung gelesen hatte und nun endlich mit diesem Tag hoffte, die geistige Trennung zu vorgenanntem Schriftgut vollzogen zu haben.

 

2. August 1990: - Am Abend stand für mich endgültig fest: Alle satanischen Schriften kommen morgen in den Reißwolf. Ich bat Gott im Gebet an diesem Abend und am Morgen darauf, dass Er mir die Kraft gebe und es mir leicht machen möge, den Buch- und Redetext seiner gottgewollten Bestimmung zu überführen.

 

3. August 1990: - Ohne Zögern kam ich schließlich dem gesamten Vernichtungsvorgang, der sich etwa über 30 Minuten hinzog, mit einer kaum vorstellbaren Sicherheit und Ruhe nach. Und als ich den letzten Text durch das Zerkleinerungsgerät geschoben hatte, breitete sich ein Gefühl wahrer Befreiung in mir aus. Zentnerschwerer Druck schien von mir gewichen.

 

Nur mit Hilfe meines Herrn und Heilandes Jesus Christus, dem ich zehn Tage vorher mein Leben anvertraut hatte, war es mir gelungen, Satans Buch- und Redewerk zu zerstören. Achtzehn Monate lang hatte ich im Glauben an Gott Vater, Sohn und Hl. Geist Tage und Nächte, Freizeit und Urlaub diesem Werk geopfert und doch ahnungslos in Wirklichkeit dem Satan gedient, die Macht des Bösen unterschätzt. – Auf meine Fragen: „Kommen diese Antworten von Gott?“ wurde mir immer wieder mit einer Lüge, wie sich später herausstellte, ein „Ja“ signalisiert. Im 2. Korintherbrief 11, 14 erhielt ich eine Antwort darauf: „Das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts“.

 

Nach getaner Arbeit dankte ich noch Gott, dass Er mich vor falscher Prophetie bewahrt hatte. Mein älterer Ansprechpartner nannte es danach einen „Sieg des Geistes Gottes“!

 

16. November 1990: - Wende im Leben meiner Frau.

 

2. Juli 1995: - Glaubenstaufe von meiner Frau und mir, nachdem uns Gott Seinen Willen etwa zwei Monate vorher durch die Erinnerung an ihren Konfirmationsspruch, den sie in einem alten ev. Kirchenbuch entdeckt hatte, bewusst machte: „Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden“ (Markus 16, 16).

 

1. August 1999: - 1. Versammlung mit Mahl des Herrn (1. Korinther 11, 23 – 29) der Gemeinde Christi Trier.

 

Trier, im Februar 2009                          

 

Ernst Marx


Geschrieben von gemeindechristitrier am 8. Februar 2009 :: Rubrik: Allgemein

- Antworten auf Ihre Fragen -

Unser Glaube

Wir sind fest davon überzeugt, dass das Leben Sinn und Bedeutung hat. Der Mensch mit seinem Geist und Verstand ist keinesfalls Produkt von Evolution und Zufall, sondern Teil einer geplanten Schöpfung (Psalm 139, 14). Im Laufe der Jahrtausende haben Menschen immer wieder erlebt, wie der Schöpfer in ihrem Leben nachhaltig gewirkt hat. In der Bibel sind diese Dinge unter Gottes Anleitung aufgeschrieben worden. Hier werden unsere dringlichsten Fragen beantwortet (2. Timotheusbrief 3, 16 – 17).

 

Gottes Antwort besteht nicht aus philosophischen Lehrsätzen, sondern zeigt sich vor allem im Leben und Wirken von Jesus Christus – dem Sohn Gottes. Er kam in diese Welt und opferte sich selbst, um Menschen ein Leben zu schenken, das mit dem Tod nicht endet (Johannesevangelium 10, 10 – 11), ein Leben frei von Schuld und Selbstsucht (Römerbrief 6, 23). Auch wir können heute von Ihm lernen. Daher ist das unvoreingenommene Lesen in der Bibel und die praktische Umsetzung des Verstandenen für uns sehr wichtig (Jakobusbrief 1, 22).

 

Weil Jesus Christus lebt, wir zu Ihm gehören und Er allein das Haupt der Gemeinde ist, tragen wir auch Seinen Namen. Wir wollen einfach nur Christen sein, nicht mehr und nicht weniger (Epheserbrief 4, 15; Römerbrief 16, 16). Die Benennung nach anderen Persönlichkeiten wird von Gottes Wort scharf kritisiert und hat in der Christenheit stets nur Spaltungen verursacht (1. Korintherbrief 1, 10 f.). In den letzten 2000 Jahren haben sich außerdem weitere Lehren und Zusätze neben der Bibel entwickelt. Daher existieren heute so viele verschiedene Kirchen (2. Timotheusbrief 4, 3 – 4). In den vergangenen Jahrhunderten kam es jedoch auch immer wieder vor, dass Menschen unabhängig voneinander die Bibel studierten und sich fragten: Warum geben wir nicht einfach alle Sonderlehren auf und besinnen uns auf das Muster der Gemeinde, die sich auf dem felsenfesten Bekenntnis zu Jesus selbst gründet (Matthäusevangelium 16, 16 – 18)? Wie wäre es, wenn wir uns in Fragen des Glaubens wirklich allein nach der Bibel richten und die ursprüngliche christliche Lehre als Maßstab verwenden – so wie es die ersten Jünger von Jesus taten? Was würde geschehen, wenn wir dasselbe Wort Gottes verkündigen, wie es damals geschah (Apostelgeschichte 11, 26)?

 

Es geht uns nicht um eine Rückkehr in die Vergangenheit. Vielmehr wollen wir so die Einheit all derer verwirklichen, denen Jesus wichtiger ist als alle noch so ehrwürdigen aber doch nur rein menschlichen Traditionen. Jesus selbst hat für Eintracht unter Seinen Jüngern gebetet (Johannes 17, 20 – 21). Dazu gehört auch die Übereinstimmung in den wesentlichen Grundfragen des christlichen Glaubens (Epheserbrief 4, 4 – 6). Wir wollen für genau den Glauben einstehen, welcher „ein für allemal überliefert ist“ (Judasbrief, Vers 3) und laden Sie ein, mehr darüber zu erfahren.

 

Häufig gestellte Fragen

 

Legt ihr die Bibel wortwörtlich aus?                   

Nicht jedes Wort in der Heiligen Schrift soll wortwörtlich verstanden werden. Im Alltag tun wir das ja auch nicht. Ein Schild mit der Aufschrift „STOP“ muss wörtlich interpretiert werden. Doch wenn auf der Heckscheibe eines Autos das Wort „Jägermeister“ steht, wird niemand annehmen, dass der Fahrer einen Waffenschein besitzt. Beim Lesen in der Bibel versuchen wir stets Fragen an den Text zu stellen: In welchem Zusammenhang steht die Aussage? Was bedeutete sie für die ursprünglichen Zuhörer und Leser? Gibt es Parallelstellen, die eine schwierige Aussage näher erklären? Dadurch gelingt es, den Text zu verstehen und die wörtlichen von den symbolischen Stellen zu unterscheiden. Aber ganz unabhängig davon ist jedes Wort in der Bibel für uns wichtig. Gottes Botschaft zeichnet sich durch historische Zuverlässigkeit aus und sollte daher auch ernst genommen werden (Allein die Apostelgeschichte im Neuen Testament enthält unzählige Verweise auf geschichtliche Personen und Orte des 1. Jahrhunderts, die durch Ausgrabungen immer wieder bestätigt worden sind).

 

Seid ihr fundamentalistisch?

Schauen wir das Ende der Bergpredigt an. Hier stellte Jesus Seinen Zuhörern zwei Menschen vor: Der eine baute (sinnbildlich) sein Haus auf Felsengrund, der andere auf Sand. Als ein Unwetter kam, blieb nur das erste Haus stehen (Matthäus 7, 24 – 27). Jeder von uns findet sich in diesem Bild wieder, je nachdem wie seine oder ihre Reaktion auf Gottes Botschaft aussieht. Jeder Mensch baut sein Leben auf eine Grundlage bzw. Fundament. Insofern ist jeder Mensch ein „Fundamentalist“. Die Frage ist nur, ob man die richtige Grundlage gewählt hat. Wir wollen auf Jesus bauen.

 

Zu welcher Kirche/Freikirche/Organisation gehört ihr? 

Gemeinden Christi sind keine kirchliche/freikirchliche Organisation im üblichen Sinne, sondern mehr eine Bewegung. Es gibt keine weltliche Zentrale oder andere überregionale Organisationsstrukturen. So wird die unmittelbare Führung der Gemeinde durch ihr Haupt, Jesus Christus, gesichert. Diese Führung geschieht durch das Wort von Christus und Seiner Apostel. So wird auch der Gefahr begegnet, dass durch einen Irrtum in der Lehre einer Kirche/Freikirche alle angeschlossenen Gemeinden verführt werden. Dem drohenden Abfall ist damit Tür und Tor geöffnet. Diese lokalen Gemeinden verwalten sich selbstständig und sind allein dem Willen Gottes verpflichtet, wie er im Neuen Testament ein für allemal überliefert worden ist. Wir pflegen dabei freundschaftliche Beziehungen zu anderen Gemeinden auf der Grundlage des Neuen Testaments. Zusammen bilden alle diese Gemeinden eine Bruderschaft (1. Petrus 2, 17). Die Finanzierung unserer Arbeit erfolgt auch nicht durch Kirchensteuern. Stattdessen führen wir eine wöchentliche Geldsammlung durch. Dabei entscheidet jeder für sich allein, ob und wie viel er geben will (2. Korintherbrief 9, 7).

 

Zur Mitarbeit sind alle berufen, die eine Gabe von Gott empfangen haben (1. Petrusbrief 4, 10). So verwirklicht sich das Priestertum aller Gläubigen im Gegensatz zur Amtskirche, bei der nur einige wenige als Priester bzw. Geistliche gelten. Im Neuen Testament sind alle Gläubigen gleichermaßen Priester als auch Laien d. h. Glieder des Gottesvolkes (griechisch: laos; 1. Petrusbrief 2, 9 – 10).

 

Glaubt ihr nur an das Neue Testament?

Natürlich glauben wir, dass auch das Alte Testament Gottes Wort ist. Ohne diese Schriften bliebe vieles im Neuen Testament unverständlich. Zum Beispiel hat das Gesetz Mose klar gezeigt, was Schuld vor Gott bedeutet (Römerbrief 7, 7 f.; Galaterbrief 3, 19 – 22). Über 300 Prophezeiungen sagen erstaunlich klar das Wirken von Jesus voraus (Jesaja 53; Psalm 40, 4 – 10; 5. Mose 18, 15 – 19). Viele wichtige Glaubensprinzipien haben hier ihre Wurzeln.

 

Aber dennoch ist das Alte Testament nicht der Bund, unter dem wir heute stehen. Durch den Propheten Jeremia hat Gott einen neuen, besseren Bund angekündigt (Hebräerbrief 8, 7 – 9 vgl. Jeremia 31, 31 – 34), der schließlich durch den Tod und die Auferstehung von Jesus in Kraft getreten ist (Hebräerbrief 9, 15 – 16). Der neue Bund übernimmt viele Begriffe aus dem Alten Testament wie etwa ‚Tempel’ oder ‚Opfer’, aber gibt ihnen eine neue Bedeutung (1. Petrusbrief 2, 5). Alles, was auch für uns heute gilt, finden wir vertieft in den Worten von Jesus und Seinen Aposteln wieder (Hebräerbrief 1, 1 – 2). Die mangelnde Unterscheidung dieser beiden Bündnisse ist eine Hauptursache für viele zweifelhafte religiöse Lehrpraktiken, die sich mit der Zeit entwickelt haben. Im Neuen Testament ist der ursprüngliche Glaube und der Original-Bauplan für die Gemeinde von Jesus Christus beschrieben. Dafür wollen wir einstehen.

 

Wie läuft euer Gottesdienst ab?

Gottesdienst beschränkt sich nicht auf bestimmte religiöse Veranstaltungen. Das ganze Leben soll ein Dienst für Gott sein (siehe Jakobusbrief 1, 27; Römerbrief 12, 1 f.). Am ersten Tag der Woche (Sonntag) treffen wir uns außerdem, um miteinander an den Tod unseres Herrn zu denken und Seine Auferstehung zu feiern. Nach der Überlieferung des Neuen Testamentes kamen Christen an jedem ersten Tag der Woche zusammen (Apostelgeschichte 20, 7; 1. Korintherbrief 16, 1 – 2). Der Grund besteht darin, dass auch Jesus an einem ersten Tag der Woche von den Toten auferstand (Markus 16, 9). In der Nacht, als Jesus verraten wurde, hat Er vor Seinem Tod mit Seinen Jüngern ein letztes Mal zusammen gegessen. Zur Erinnerung daran brechen wir gemeinsam das Brot und trinken von der Frucht des Weinstocks (Lukasevangelium 22, 17 – 20). Dieses Mahl erinnert Christen daran, was Jesus für sie getan hat.

 

Singen und Beten sind weitere wichtige Bestandteile unserer Zusammenkunft. Wir tun dies, wie Urchristen es mehr als 1000 Jahre lang getan haben, d. h. ohne vorgedruckte Liturgie, Weihrauch oder Musikinstrumente. Jeder, der Gott in Geist und Wahrheit anbetet (Johannesevangelium 4, 19 – 24), wird so selbst zu einem lebendigen Instrument in einem Chor des Lobpreises (Kolosserbrief 3, 16).

 

In der Predigt werden Themen beleuchtet, die aktuelle Lebens- und Glaubensfragen aufgreifen. Jeder Zuhörer ist aufgefordert, alles anhand der Bibel zu überprüfen und „das Gute zu behalten“ (1. Thessalonicherbrief 5, 21; Apostelgeschichte 17, 10 – 12). Unsere Tür steht für alle offen. Sie sind eingeladen, eine Versammlung von Christen zu erleben, d. h. von Menschen, die nicht perfekt sind, aber an einen vollkommenen Gott glauben und Ihm allein die Ehre geben wollen.

 

Wie finde ich zu Gott?

Gott hat sich durch die Schöpfung bezeugt und durch Sein Wort, die Bibel. Zuletzt wurde Er Mensch in Jesus Christus (Johannesevangelium 1, 1 – 14). Er zeigt sich auch im Leben derer, die Ihn bereits gefunden haben. Wenn Sie diese Frage im Herzen tragen, wollen wir Sie einladen, die Bibel näher zu studieren. Gerne beantworten wir weitere Fragen. Letztendlich bleibt aber jedem die Entscheidung selbst überlassen. So wie Gott unser JA ernst nimmt und gelingen lässt, nimmt Er aber auch unsere Ablehnung ernst. Niemand kann dabei stellvertretend für einen anderen Menschen entscheiden. Jeder wird einmal für sich selbst Rechenschaft ablegen müssen (Römerbrief 14, 12).     

 

Unser Angebot

Wenn Sie Fragen haben, senden wir Ihnen gern weiteres Informationsmaterial zu. Gern betrachten wir die Botschaft der Bibel mit jedem, der es wünscht, sei es per E-Mail – Korrespondenz oder auch persönlich vor Ort. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf unter Gemeinde Christi Trier, Am Trimmelter Hof 86, 54296 Trier. Ansprechpartner: Ernst Marx, E-Mail: ernstmarx@web.de


Geschrieben von gemeindechristitrier am 18. Januar 2009 :: Rubrik: Allgemein

“Was soll ich tun?”

Sie haben viele Untersuchungen über sich ergehen lassen. Nun sitzen Sie im Sprechzimmer und warten. Endlich kommt der Arzt. Er schaut Sie nachdenklich an und sagt: „Wir haben leider einen Tumor bei Ihnen gefunden. Die Sache gefällt mir gar nicht. Es sieht aus, als kämen Sie nicht um eine größere Operation herum.“ Sie sind wie erstarrt. Dann überfällt Sie Entsetzen, Angst, das Gefühl des Ausgeliefertseins. Nach einigem Zögern kommen Fragen. Geduldig hört der Doktor Ihnen zu und erklärt, wie die Gefahr abgewendet und Ihr Leben erhalten werden kann. Sie stehen schließlich auf, bedanken sich – noch etwas benommen – und machen sich auf den Heimweg. Sie wissen jetzt ja, wie es um Sie bestellt ist.

Aber Sie lassen Tage und Wochen verstreichen und unternehmen nichts. Kein erneuter Arztbesuch, keine Vorbereitung auf Krankenhaus und Operation. Sie leben einfach weiter, als sei nichts geschehen.

Wie beurteilen Sie ein derartiges Verhalten – gleichgültig, leichtfertig, verantwortungslos?

 

Die Parallele

In den vergangenen sieben Folgen haben wir Fragen angesprochen, die unser ganzes Leben betreffen, vor allem unsere Beziehung zu Gott. Sie haben die Antworten zur Kenntnis genommen, ihnen vielleicht auch mehr oder weniger betroffen zugestimmt.

Vielleicht haben Sie das Gefühl, Sie seien ja nicht allein damit. Es gehe Millionen anderer genauso. Das stimmt sicherlich. Aber macht das die Lage weniger gefährlich? Wir wollen ganz offen miteinander reden. Die vorliegenden Gedanken sind nicht nur interessanter Gesprächsstoff. Sie sollen aufklären, warnen, aufrütteln.

Deshalb die Frage: Was werden Sie tun? Und weil Sie vielleicht nicht wissen, was Sie unternehmen können, möchten wir am Ende dieser Folge einige Empfehlungen geben:

 

Überprüfen Sie Ihr Denken:

Wie viele Voraussetzungen haben Sie unbewusst und unkritisch übernommen? Wo erkennen Sie jetzt Widersprüche? Was gäbe Ihrem Leben noch Sinn und Halt, wenn Ihnen vieles Liebgewordene genommen würde?

 

Setzen Sie sich mit dem Wort Gottes auseinander:

Kaufen Sie sich eine moderne Bibelübersetzung. Beginnen Sie, eins der Evangelien (Lebensbeschreibungen von Jesus) zu lesen. Lernen Sie selbst kennen, was Jesus sagt. Besonders, was Er über Gott sagt. Erfahren Sie etwas von der Guten Nachricht, dass Gott Seine Geschöpfe in unerhörter Weise liebt und ihr Bestes sucht.

 

Beten Sie:

Auch wenn Sie ungeübt sind und Ihnen die rechten Worte fehlen – fangen Sie dennoch an, die Nähe Gottes zu suchen. Öffnen Sie sich Seiner Liebe. Sehen Sie Ihr Leben in Seinem Licht. Fangen Sie an, für alles Gute in Ihrem Leben zu danken. Bitten Sie Gott um die rechte Weisheit und Einstellung.

 

Gehorchen Sie Seinem Wort:

Beugen Sie sich vor Ihm. Geben Sie es auf, Ihr eigener Herr sein zu wollen. Kehren Sie um von einem Leben ohne Gott. Fangen Sie an, Ihn einfach beim Wort zu nehmen. Folgen Sie Seiner Einladung, die Jesus ausgesprochen hat: „Sagt die Gute Nachricht allen Menschen. Wer darauf vertraut und getauft wird, soll gerettet werden!“

 

- Dieter Alten    


Geschrieben von gemeindechristitrier am 11. Januar 2009 :: Rubrik: Predigten

Wohin geht die Reise?

Man wird wohl kaum jemand finden, der nicht gern reist. Reisen bedeutet in vielen Fällen Freiheit, Erholung, Abenteuer. Oft wünschen wir uns gegenseitig (oft nur oberflächlich dahingesagt) eine „gute Reise“.

Eine gute Reise mit glücklicher Ankunft am richtigen Ziel sollte aber nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere unser Anliegen sein. Manch einer ist schon an einem völlig anderen Ort angekommen, als er geplant hatte; im Krankenhaus z. B. oder sonst wo. Zwar planen wir unsere Reisen bis ins kleinste, sichern uns ab und versichern uns zusätzlich, sogar gegen schlechtes Wetter. Dann aber kommen Dinge dazwischen – wie Stau, Verspätungen, Umleitungen, Nebel im Flugverkehr oder Terminverschiebungen. Sie halten uns davon ab, unser Ziel rechtzeitig zu erreichen.

Gilt das auch für unsere Lebensreise? Wohin führt sie uns – Sie und mich – wenn Gottes Termin für uns da ist? Dann sind wir am Ziel, aber an welchem eigentlich?

Gehören Sie zu den Menschen, die kaum anderes kennen, als es in diesem Leben zu etwas zu bringen, die hier nur vorwärts kommen wollen? Vorwärts ist aber nicht gleich aufwärts, und das letzte Hemd hat keine Taschen. Wie jeder weiß, haben wir hier keinen bleibenden Ort, wir müssen alle einmal sterben. Aber vielleicht sind Sie auch der Ansicht, dass man über das Danach nicht nachzudenken braucht – oder höchstens später einmal? Sind Sie sicher, dass es ein Später, Morgen oder Übermorgen gibt? Zugegeben, die täglichen Nachrichten von Unfällen und Katastrophen haben uns so abgestumpft, dass die Toten und Verletzten von gestern schnell vergessen sind, wenn es uns nicht selbst betrifft. Später kann auch unwiderruflich zu spät sein. Noch sind wir aber auf der Reise. Noch haben wir die Möglichkeit, den Kurs zu ändern und uns auf das richtige Ziel einzustellen. Es gibt für dieses Ziel nur zwei Möglichkeiten. Gott fordert uns auf, die Wahl hier, während unserer Lebensreise, zu treffen.

Eine Möglichkeit ist das ewige Leben in der himmlischen Herrlichkeit, die andere ist der Zustand des Verlorenseins ohne Gott, ewige Verdammnis. Stimmt die Richtung unserer Lebensreise nicht, gelangen wir unweigerlich an ein verhängnisvolles Ziel. Sie mögen nun der Meinung sein, dass Sie doch einige Qualitäten und gute Werke vorzuweisen haben. Aber Gottes Wort sagt unmissverständlich, dass alle Menschen schuldig geworden sind und die Herrlichkeit verscherzt haben, die Gott uns schenken wollte (Römer 3, 23). Wir haben also das gerechte Urteil Gottes verdient.

Deshalb ist Jesus Christus für die Menschen gestorben. Am Kreuz nahm Er unsere Schuld auf sich und machte den Weg zum Himmel frei. Er hat auch ganz klar gesagt, welcher Weg das ist. Er selbst ist der Weg, es gibt keinen anderen (Johannes 14, 6 – 7). Er hat uns die Zusicherung gemacht, dass alle, die Ihm vertrauen und Seinen Willen tun, nicht verloren gehen. Sie werden ewiges Leben haben. Am Ziel unserer Reise bereitet Er einen Platz für uns im Vaterhaus (Johannes 14, 2 – 3).

Ein Mann – so erzählt ein modernes Gleichnis – musste mit seinem Flugzeug in der Wüste notlanden. Ganz  auf sich allein gestellt, überlegte er, wie lange er es wohl ohne Wasser und ohne Essen aushalten würde. Er hatte gehört, man könne ohne Trinken drei Tage und ohne Nahrung drei Wochen überleben. Bis dahin würde man ihn aber längst gefunden haben. Denn er würde vermisst werden, Suchtrupps würden mit allen technischen Hilfsmitteln an seiner Rettung arbeiten.

Also legte er sich in den spärlichen Schatten und wartete. Aber nichts geschah. Die unbarmherzige Sonne dörrte ihn aus. Sollte er sich etwa selber auf den Weg machen? Er wusste von Beduinen, die in dieser Gegend umherzogen, und vom Flugzeug aus hatte er ein paar kleine Oasen ausgemacht. Es gab auch Spuren im Sand. Aber welcher sollte er folgen? Wohin sein Auge reichte, nichts als Sand, obwohl er manchmal das Plätschern von Wasser zu hören und den Duft von Orangen und Datteln zu riechen glaubte. Halluzinationen? Als er sich endlich entschloss  loszugehen, war er schon zu schwach. Mit einem Fluch über die Bösartigkeit des Lebens brach er zusammen und starb.

Kurze Zeit später fanden ihn zwei Beduinen. „Kannst du das verstehen“, sagte der eine zum anderen, „da liegt er nun, dabei hätte er nur über diesen Hügel zu gehen brauchen, um zum Lager, zu Wasser, Orangen und Datteln zu kommen!“ Der andere antwortete: „Er hat nicht an ein Ziel geglaubt. Das wurde ihm zum Verhängnis.“

Es lohnt sich bestimmt, darüber nachzudenken, über die Lebensreise und das Ziel. Mit Gottes Wort als Kompass und an der starken Hand von Jesus kann es eine gute Reise und eine glückliche Ankunft an einem herrlichen Ziel werden!

 

- Rudi Walzebuck             


Geschrieben von gemeindechristitrier am 4. Januar 2009 :: Rubrik: Predigten

Wer bezahlt schon für mich?

Die meisten Wege kann ich mit dem Fahrrad zurücklegen. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden, das Auto zu nehmen. Dabei hasse ich es, ehrlich gesagt, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, allein wegen des Parkens.

Und genauso war es dann. Schon den ganzen Tag war ich im Auto unterwegs und steuerte nun in Richtung Innenstadt zu einem kleinen, aber wichtigen Einkauf. Es gibt nur ein Geschäft dafür. Zwar sehe ich den Laden schon von weitem, aber es gibt keinen Platz zum Parken. Ich fahre vorbei, die nächste Möglichkeit rechts, wieder rechts und nochmals rechts – immer noch keine Lücke. Also jetzt links, wieder links und noch mal links, dann wieder das gleiche. Die Außentemperatur liegt so bei 30 Grad, noch 15 Minuten bis Ladenschluss, es ist eine schweißtreibende Angelegenheit. Ich muss einfach einen Parkplatz finden! Nach minutenlangem Herumsuchen finde ich in der Querstraße eine Parklücke, genau passend für mein kleines Auto. Es stört mich nicht im Geringsten, dass Vater Staat dafür kassieren will. Mit gezücktem Portemonnaie stehe ich vor der Parkuhr, krame, wühle und stutze – kein Kleingeld! Was jetzt? Das Geschäft ist zu weit, um schnell Geld zu wechseln. Aber an einer abgelaufenen Parkuhr parke ich ungern. Vielleicht läuft sie ja noch, kein Zeiger ist zu sehen, nur die Aufforderung „Bitte weiterdrehen“. Also drehe ich, ich höre Geld fallen, der Zeiger springt auf 30 Minuten und bleibt dort stehen! Offensichtlich hat vorher jemand bezahlt und nicht weitergedreht. Für mich bezahlt – nicht schlecht! Erst fassungslos, dann beschwingten Schrittes eile ich zu meinem Geschäft und schaffe den Einkauf gerade noch rechtzeitig.

Erst später wird mir bewusst, dass ich ein ähnliches, ungleich wichtigeres Erlebnis schon vor Jahren hatte. Nein, nicht an einer Parkuhr und nicht in dieser Stadt. Ich befand mich gerade an einem Punkt meines Lebens, an dem ich eine Entscheidung zu treffen hatte. Nicht irgendeine Entscheidung. Ich musste die Frage beantworten: Welche Richtung will ich in meinem Leben einschlagen? Welche Werte sollen ausschlaggebend sein? Nach welchem Maßstab will ich mich ausrichten? Was kann mir Perspektive und Hoffnung geben für eine (glückliche?) Zukunft? Ich brauchte ein Ziel. Deshalb bewegten mich diese und ähnliche Fragen. Mir war bewusst, dass ich sie nicht in zwei Minuten oder wenigen Stunden beantworten konnte. Aber ich wollte sie nicht verdrängen. Also: stehen bleiben, mich konzentrieren, innehalten, nicht wegschieben, ablenken, ausweichen.

So „parkte“ ich damals mein jugendliches Leben. Ich versuchte, meine Gedanken und Erlebnisse zu ordnen, erinnerte mich an liebe Menschen, an nachahmenswerte und weniger nachahmenswerte Beispiele. Mir kam auch das Leben von Jesus vor Augen, immer wieder hatte Er Menschen fasziniert. Ich kannte Leute, die Jesus bewunderten und liebten. Sie hatten mir viel von Ihm erzählt. Was ich von Seinem Leben und Seinen Reden verstand, begeisterte mich von Anfang an. Nur die Sache mit Seinem Sterben begriff ich lange Zeit nicht. Also suchte und fragte ich weiter. Und so wurde mir immer klarer: Gott selbst schickte Ihn als Menschen. Er sollte uns eine Brücke zu Gott bauen. Gott wollte es nicht weiter mit ansehen, wie wir Menschen uns abrackern, glücklich leben wollen und es doch nicht schaffen. Er will uns zeigen, dass wir Ihn brauchen. Er bietet uns an, mit Seiner Kraft, Seiner Liebe und nach Seinem Maßstab zu leben. Dann leben wir wirklich!

Deshalb also Jesus. Er lebte wirklich und hatte Verbindung zu Gott, Seinem Vater. Das machte Sein Leben so einzigartig. Aber warum wurde Er dann getötet? Und so grausam am Kreuz?

Dieser Gedanke ließ mich nicht los, als ich mein Leben an dieser Stelle „parkte“, und die Parkuhr sah jetzt eher wie ein Kreuz aus. Ich begriff ein wenig diese Tat der Liebe. Jesus starb an meiner Stelle. Dadurch nahm Er alles an Schlechtem mit, was mich noch von Gott trennte. Dazu gehörten meine eigenen Vorstellungen von Gott und einem glücklichen Leben, meine eigenen Maßstäbe (die anders waren als Gottes Maßstäbe), und nicht zuletzt der ganze Scherbenhaufen, der sich da in meinem Leben angesammelt hatte, weil ich weit weg von diesem liebenden Gott gewesen war. Das saß. Dieser Gedanke packte und verfolgte mich. Das war ein Angebot: Mit Gott im reinen sein! Und die Mühe, die Arbeit, der Preis dafür ist längst bezahlt!?

Einem fragenden Mann hat Jesus es einmal so erklärt: „Gott liebte die Menschen so sehr, dass Er Seinen einzigen Sohn hergab. Nun wird jeder, der sich auf den Sohn Gottes verlässt, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben“ (Johannes 3, 16).

Da stehe ich also vor der Parkuhr und lese: „Bitte weiterdrehen“, und der Preis war längst bezahlt. Und da stehe ich vor dem Kreuz und höre: „Bitte komm wieder zu mir!“ Der Preis ist längst bezahlt.

Wer wäre so dumm und würde die bezahlte Parkzeit nicht ausnutzen? Wer wäre so dumm und würde das Angebot ausschlagen, mit Gott im reinen zu sein und ewig bei Ihm zu leben?

 

- Christian Reinhardt     


Geschrieben von gemeindechristitrier am 28. Dezember 2008 :: Rubrik: Predigten

Wie kann Gott all das Elend zulassen?

Mein Vater war Soldat im Zweiten Weltkrieg. Manchmal hat er uns Kindern bereitwillig von seinen Erlebnissen erzählt. Wir spürten aber auch, dass es Dinge gab, über die er nicht reden konnte und wollte. Gelegentlich sagte er: „Wer im Krieg war, kann nicht an Gott glauben. Wenn es Ihn gäbe, hätte Er all das Elend nicht zugelassen!“ Zuerst leuchtete mir das ein. Doch später wurde mir klar, dass mein Vater etwas ganz Schreckliches gesagt hatte. Ich habe nie gewagt, ihn direkt daraufhin anzusprechen. Doch ich hätte es tun sollen. Es wäre so wichtig für ihn gewesen zu verstehen, was er verlangt hatte: Gott soll die Bösen bestrafen und das Böse vernichten, bevor Schaden entsteht. Dabei sind die Bösen immer die anderen, man selbst gehört zu den Guten. Tatsächlich war mein Vater im Vergleich zu anderen, die manchmal ausgesprochene Freude am Bösen haben, ein guter Mensch. Doch in Gottes Augen genügt es nicht, weniger schlecht zu sein als andere.

Gottes Urteil ist klar und unglaublich hart: „Kein Mensch kann vor Gott bestehen … alle sind vom rechten Weg abgekommen“ (Römer 3, 11 – 12). Wer will dann noch verlangen, dass Gott das Böse und damit die Bösen unverzüglich vernichten soll?

Vor etwa einem Jahr starb mein Vater. Ich weiß nicht, ob er vor seinem Tod diese Wahrheit noch begriffen hat: Ganz gleich, ob ich nur „etwas“ böse bin oder durch und durch – ich bin nicht so, wie Gott mich haben will. Ich könnte z. B. in keinem Land leben, in das Böse nicht hineingelassen und böse Taten in keiner Form geduldet werden. Ich kann Gott nur bitten, mich nicht zu behandeln, wie ich es verdient habe. Ich kann Ihn nur bitten, dass Er das Böse aus mir entfernt und mich fähig zum Guten macht.

Gott wartet mit großer Geduld, denn Er will uns Gelegenheit geben, vom falschen Weg umzukehren (2. Petrus 3, 9).

Nicht Gott verursachte das Elend dieser Welt. Es entstand, weil Menschen sich Ihm nicht unterordnen, sondern selbst entscheiden wollen, was gut und böse ist, und weil wir unser Schicksal selbst bestimmen wollen. Er erfüllt unseren Wunsch. Er erlaubt uns, von Ihm wegzugehen. Er zwingt uns nicht, bei Ihm zu bleiben. Doch das hat Folgen: Wo Gottes ordnende und erhaltende Kraft nicht wirkt, entstehen Krankheit, Tod, Naturkatastrophen und Chaos.

Wollen Sie allen Ernstes Gott Vorwürfe machen, weil Er uns nicht wie ein Tyrann Seinen Willen aufzwingt?

Satan würde sicherlich niemand freiwillig hergeben, den er in seiner Gewalt hat. Doch Gott hat und gibt unendliche Freiheit. Gott könnte die Welt vernichten. Er hätte das Recht dazu. Doch Er hat Geduld.

Wollen Sie Gott allen Ernstes Vorwürfe machen, weil Er Sie nicht so behandelt, wie Sie es verdient hätten?

Gott hat Geduld mit uns. Und der Schmerz, den ich in dieser Welt erfahre, kann eins bewirken: Ich erkenne, dass ich zu denen gehöre, die das Elend dieser Welt verursachen. Doch ich bin nicht fähig, damit aufzuhören. Ich brauche Hilfe. Die kann ich nur bei jemand finden, der mächtiger ist. Ich brauche Gott und wende mich Ihm wieder zu, von dem ich mich losgesagt hatte. Wenn ich das tue, wird Er mich herausholen aus der Welt des Todes und der Schmerzen. Er wird mich in Sein Reich hinein nehmen, in dem alles Elend ein Ende hat.

Am Verhalten von Alkoholikern wird besonders deutlich, wie Leidensdruck zur Sinnesänderung führen kann. Tief im Inneren spürt jeder Alkoholiker, dass mit seinem Trinkverhalten etwas nicht in Ordnung ist. Er ahnt, dass er einem schrecklichen Ende entgegengeht. Doch stets gibt er anderen die Schuld für sein Elend. Er baut komplizierte Erklärungssysteme auf, warum er trinkt. Falls er Hilfe sucht, will er nur erreichen, dass er weiter trinken kann ohne negative Folgen. So wird er unter immer stärkeren Leidensdruck geraten, seine Erklärungssysteme werden versagen, es kommt zum totalen Zusammenbruch. Hier liegt seine Chance zum Überleben: Er kann bedingungslos kapitulieren, ehrlich Hilfe suchen und annehmen. Er kann allerdings auch aufgeben und zugrunde gehen.

Ähnlich ist es mit uns. Nicht alle sind Alkoholiker, aber wir alle sind „süchtig“ in unserem Drang, uns gegen Gott aufzulehnen. Das dadurch verursachte Elend ist schmerzhaft, aber darin liegt auch unsere Chance: Es kann dazu führen, dass wir ehrlich Hilfe suchen und uns Gott zuwenden.

Doch viel zu viele Menschen verhärten sich in der Auflehnung gegen Gott. Ihr Schmerz wird nicht aufhören, sondern schlimmer werden. Ich glaube, Gott wird um sie trauern. Aber gegen ihren Willen kann Er ihnen nicht helfen. Sie haben sich gegen Ihn entschieden und werden letztlich bekommen, was sie haben wollen: ein Leben ohne Gott, hier und dort in der Ewigkeit.

 

- Burkhard Hölzner             


Geschrieben von gemeindechristitrier am 21. Dezember 2008 :: Rubrik: Predigten

Sind Christen bessere Menschen?

Mein Freund war schockiert! Zehn Jahre lang hatte er in seiner Dienstbeurteilung eine Eins von seinem Vorgesetzten, dem Firmeninhaber, erhalten. Diesmal war das Urteil nur „Befriedigend“, mit dem zusätzlichen Vorschlag: Ihm wurde dringend der Besuch eines Managerseminars empfohlen.

Was war los? Weshalb diese Beurteilung? Warum dieses Seminar? Zugegeben, die Spannungen im Büro hatten merklich zugenommen. Aber war das seine Schuld? War er denn das Problem?

Mein Freund meldete sich zu dem Seminar an, es sollte ca. 10000 Euro für eine Woche kosten. Aber seine Firma war bereit, dies zu investieren.

Als Vorbereitung musste er schriftlich die Frage beantworten: „Wie schätzen Sie Ihre Mitarbeiter ein?“ Auch mehrere seiner Kollegen wurden gebeten, ihn zu beurteilen.

Mein Freund kehrte nach dieser Woche mit erstaunlichen Einsichten an seine Arbeit zurück. Er hatte sich selbst ganz anders eingeschätzt als seine Kollegen. In ihren Augen war er ein unmöglicher Perfektionist, Besserwisser, ein Mensch, der muffig war, wenn nicht alles nach seinen Vorstellungen verlief.

Wahre Selbsterkenntnis kann für uns zwar schlimm, aber ein großer Gewinn sein – vorausgesetzt, wir wollen die Wahrheit ertragen. Denn wir sind schnell dabei, uns raffiniert selbst zu rechtfertigen. Sind aber nicht die „harten“ Worte eines Freundes wertvoller als die „schmeichelhaften“ eines Feindes (Sprüche 27, 6)?

Jesus Christus war und ist aus diesem Grund unbequem. Er sagt die Wahrheit und zeigt uns, wie wir wirklich sind. Er lässt uns nicht in Ruhe mit unserem Selbstbild. Er kennt uns und kann unsere Gedanken peinlich genau bloßlegen.

Bonhoeffer sagte: „Kaum, dass Menschen beieinander sind, müssen sie anfangen, einander zu beobachten, zu beurteilen und einzuordnen“ (Dietrich Bonhoeffer, Gemeinsames Leben, 1973, S. 77). Warum sind wir so? Ist es nicht deshalb, weil wir feststellen wollen, wer der Größte oder Bessere ist?

Dieser Gedanke war Gegenstand vieler Auseinandersetzungen zwischen Jesus und Seinen Mitmenschen. Er beschäftigte besonders die „Frommen“ Seiner Zeit, die Pharisäer und Gesetzeslehrer. Viele Antworten von Jesus bezeugen die Aktualität  der Frage nach Größe und Rang durch ihre sprichwörtliche Anwendung im 21. Jahrhundert.

„Da führten die Gesetzeslehrer und Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ertappt worden war … Jesus sagte zu ihnen: Wer von euch noch nie gesündigt hat, der soll den ersten Stein auf sie werfen“ (Johannes 8, 3 – 7).

Sicher wollte Jesus den Ehebruch nicht verharmlosen, vielmehr durchschaute Er die Scheinheiligkeit der Pharisäer, deren Bezeichnung noch heute Inbegriff der Besserwisserei und rein äußerlicher Frömmigkeit ist; jener Gesinnung, die sich für untadelig hält und auf andere herabsieht.

Er erzählte auch die Geschichte eines Pharisäers, der im Tempel betet und Gott dafür dankt, dass er besser sei als jener Zöllner. Der allerdings traute sich nicht aufzublicken und betete: „Gott, habe Erbarmen mit mir, ich bin ein sündiger Mensch!“ Jesus schloss diese Erzählung ab mit den Worten: „Wer sich erhöht, wird erniedrigt. Aber wer sich gering achtet, der wird erhöht“ (Lukas 18, 9 – 14).

Ja, sind Christen bessere Menschen? Sie werden vielleicht sagen: „Wenn Christen dies meinen, dann sind sie es aber nur in ihren eigenen Augen.“ Müssen nicht gerade sie, die sich für etwas Besseres halten, ihr Christsein ernsthaft in Frage stellen? Denn sie sind Menschen, die nicht länger aus eigener Kraft leben, aus eigener Anklage oder Rechtfertigung. Sie leben aus Gottes Urteil und Vergebung. Mit aller Deutlichkeit sollte gesagt werden: Kein Christ ist ein solcher, nur weil er sich dafür hält – ebenso wie niemand besser ist, nur weil er sich für besser hält!

Gottes Urteil ist eindeutig: „Alle sind schuldig geworden“ (Römer 3, 23). Seine Vergebung ist ebenso eindeutig: „Gott hat mit uns Erbarmen und nimmt uns wieder an. Das ist ein reines Geschenk. Durch Jesus hat Er uns aus der Gewalt der Sünde befreit“ (Römer 3, 24). Jesus von Nazareth starb für meine Fehler. Durch Ihn kann ich vor Gott als gerecht dastehen. Ich brauche mich nicht mehr zu rechtfertigen.

Auch unsere Wahl sollte eindeutig sein: „Es gibt nur einen einzigen Gott. Er nimmt alle Menschen ohne Unterschied an, wenn sie einzig und allein Ihm vertrauen“ (Römer 3, 30).

Nicht unser Urteil oder unsere Einschätzung sind maßgebend, dies kommt allein Gott zu. Sein Urteil und Seine Vergebung sind die Basis des Christseins.

Sind Christen bessere Menschen? Absolut nein! Wenn sie allerdings Gottes Urteil über sich annehmen und Sein Angebot der Vergebung, sind sie zwar nicht besser, sondern besser dran!

 

- Bill Wilson           


Geschrieben von gemeindechristitrier am 14. Dezember 2008 :: Rubrik: Predigten

Die Bibel - ein Märchenbuch?

Es war wie an jedem anderen Tag. Der Zug nach Stollberg war gerammelt voll mit müden Bergarbeitern, die von der Nachtschicht heim wollten, und mit Gymnasiasten, die als so genannte Fahrschüler auf dem Weg zur Schule in der Kreisstadt waren. Ich gehörte zu letzteren. Und wie immer brachten es einige fertig, im Gedränge Zeitung zu lesen.

Plötzlich hörte ich den lauten Ruf: „Aber die Stadt gibt’s ja wirklich!“ Jemand fragte: „Was für eine Stadt?“ Als Antwort wurde uns die dick gedruckte Überschrift der Titelseite vorgelesen: „Jerusalem heftig umkämpft!“ Es war das Jahr 1948. In Palästina tobte der Krieg zwischen Juden und Arabern, der später zur Gründung des Staates Israel führte. Nun war ich es, der den Zeitungsleser überrascht ansah: „Na und?“ Seine Antwort: „Ja, von Jerusalem steht doch was in der Bibel, und nun gibt’s die Stadt wirklich!“

Für meinen Mitschüler, zwei Klassen über mir, waren Bibel und Wirklichkeit zwei getrennte Welten. Darum hätte sein Erstaunen über die tatsächliche Existenz Jerusalems nicht größer sein können, wenn er bei einem Waldspaziergang plötzlich auf das Pfefferkuchenhaus der Hexe gestoßen wäre.

Seitdem sind einige Jahrzehnte vergangen. Und wenn heute auch jeder weiß, dass es Jerusalem gibt, so ist das Problem doch eher noch größer geworden. Ja, es ist ein Problem – und weit mehr als das –, wenn die Mehrheit unserer Mitbürger die Bibel für ein Märchenbuch hält. Und so wie niemand in den Märchen von Grimm, Andersen oder Hauff die Lösung seiner Lebensprobleme sucht, so suchen die allermeisten sie auch nicht in der Bibel, eben weil sie diese für ein Märchenbuch halten. Bibelgläubige werden belächelt als solche, bei denen eine Schraube locker ist.

Dabei ist unsere Gesellschaft krank, todkrank. Dafür gibt es zahlreiche Symptome. Die Krankheit betrifft den einzelnen Menschen, die Familien, die verschiedenen Schichten innerhalb der Völker und auch das Verhältnis der Nationen, Rassen und Religionen zueinander. Überall wurde längst bewiesen, dass die Menschheit aus sich heraus keine Antwort auf die drängenden Fragen hat. Die Antwort muss und kann allein von Gott kommen. Sie findet sich in Seinem Wort, der Bibel.

Sie können selbst die Probe aufs Exempel machen, dass das Leben nach den biblischen Grundsätzen das weit bessere Leben ist. Darüber hinaus zeigt Gottes Wort den Weg der Versöhnung durch Jesus Christus mit Gott, der dann zu einer Quelle der Kraft im Leben des Christen wird. Die Bibel zeigt das Handeln Gottes an und mit den Menschen.

Wenn das wahr ist, müssen die zahlreichen Aussagen über die Geschichte, also die in der Bibel genannten Personen, Orte, Ereignisse usw. wahr sein. Wenn wir die Heilige Schrift auf ihre Zuverlässigkeit hin (in Bezug auf die eben genannten Fakten) überprüfen, machen wir eine erstaunliche Feststellung: Die Bibel ist absolut genau. Sie übertrifft dabei jedes andere Buch des Altertums und auch der Gegenwart. Buchstäblich tausendfach hat die Archäologie biblische Aussagen bestätigt. Dagegen ist mir kein einziger Fall bekannt, wo eine biblische Aussage durch archäologische Fakten (nicht Hypothesen) zweifelsfrei widerlegt worden wäre. Das allein macht die Bibel einmalig und lässt sie als alles andere als ein Märchenbuch dastehen. Es gibt dafür keine natürliche Erklärung.

Keine Erklärung gibt es auch für die vielen Vorhersagen in der Bibel, die sich erfüllt haben. Sie betreffen verschiedene Dinge. Ihren Höhepunkt jedoch haben sie in dem Zentrum der Weltgeschichte überhaupt. Dieser ist das Kommen von Jesus Christus in die Welt. Von Seiner Geburt bis zu den Umständen Seines Todes erfüllen sich Hunderte Vorhersagen und Hinweise aus dem Alten Testament. So ist z. B. der genannte Geburtsort von Jesus in Bethlehem vorhergesagt (Micha 5, 1) sowie Sein Kreuzestod (Psalm 22, 17 – 19). Wenn Sie gern noch mehr

darüber wissen möchten, empfehlen wir, dass Sie das Matthäusevangelium lesen, denn dort wird besonders oft auf diesen Tatbestand hingewiesen.

Nun hat Gott nicht geredet, nur um uns genauen Aufschluss über das Geschehen vor zwei- oder dreitausend Jahren zu geben. Die Bibel ist kein Geschichtsbuch. Sie bezeugt das Handeln Gottes in der Geschichte. Was Gott da getan hat, hat Er ein für allemal für alle Menschen getan. Also auch für uns heute.

Das macht die Bibel so aktuell und wirklichkeitsnah. Sie beantwortet die letzten Fragen des Menschen. Sie gibt Antwort auf unsere Frage nach dem Woher. Sie zeigt den Grund für die Entstehung von Kosmos, Erde, Pflanzen, Tieren und Menschen. Sie gibt Antwort auf die Frage nach dem Wozu, also nach Grund und Sinn des Lebens. Sie hat eine Antwort auf die bohrende Frage nach dem Sinn des Leidens, also nach dem Warum. Sie nennt die Ursache für das menschliche Unglück und Versagen: Durch Ungehorsam gegen Gottes Willen ist der Mensch schuldig geworden, und die Sünde hat ihn Gott entfremdet. Die Bibel weist uns aber auch den Weg zur Befreiung von Sünde und Schuld durch den Opfertod von Jesus Christus. Sie erfüllt die Sehnsucht des Menschen in seiner Suche nach Glück. Sie macht uns mit Gott bekannt, damit wir eine persönliche Beziehung zu Ihm bekommen können. Indem sie uns Jesus zeigt, zeigt sie uns auch, wer und wie Gott ist.

Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum der Philosoph Kant sagen konnte: „Die Bibel ist mein liebstes Buch, ohne welches ich elend wäre.“

Die Bibel, ein Märchenbuch? Nur Böswillige oder ganz Unwissende können so denken. Wer der Sache auf den Grund geht, der weiß das Gegenteil. Seien Sie klug. Geben Sie der Bibel eine Chance. Damit geben Sie sich eine Chance.

 

- Reiner Kallus                    


Geschrieben von gemeindechristitrier am 7. Dezember 2008 :: Rubrik: Predigten

Wer sagt denn, wo’s langgeht?

Ich arbeite als Software-Entwickler in einer Unternehmensberatung. Mittags essen die meisten Kollegen gemeinsam. Dabei vermeiden wir Gespräche über die Arbeit. Stattdessen diskutieren wir über Sport und Wirtschaft, Politik und alles, was uns so in den Sinn kommt.

„Sag mal“, fing einer an, „leben wir nicht in einer tollen Zeit? Politische Umwälzungen in den letzten Jahren – haben die nicht Veränderungen in vielen Lebensbereichen gebracht?“

„Ja“, meinte ein anderer, „auf einmal besteht die Möglichkeit, neu anzufangen, erkannte Fehler oder Fehlentwicklungen woanders zu vermeiden.“

„Leider ist das nicht so einfach, wie es klingt“, erwiderte ich. „Ein großes Problem ist, dass man sich nicht mal über die gemachten Fehler einigen kann – ganz zu schweigen von gemeinsamen Lösungsansätzen.“

„Wenn ich an die Gentechnik denke“, warf mein Schreibtischnachbar ein, „plötzlich erforscht der Mensch nicht nur die Natur, er verändert sie sogar! Unheilbare Krankheiten sind vielleicht bald heilbar, oder man löst die Ernährungsprobleme der Dritten Welt!“

„Ja, aber wer weiß, was da auf uns zukommt?“ fragte eine Kollegin. „Vielleicht hat die Wissenschaft da ihre Grenzen erreicht. Es gibt doch Bereiche, in die der Mensch nicht vorstoßen sollte, auch wenn er könnte …“

„In Fernsehdiskussionen ist das auch immer dasselbe. Endlos wird debattiert, ohne dass man sich näher kommt oder eine Antwort findet.“

„Klar, die Leute haben eben ganz verschiedene Weltanschauungen. Wie sollen sie sich da einigen? Wer kann denn sagen, wo’s langgeht?“ Dabei schüttelte mein Kollege den Kopf.

Die Kollegin zuckte die Achseln: „Früher war das einfacher. Da entschied die Kirche, oder der Pfarrer sagte einem, was zu tun und zu lassen war.“

„Ja – oder der Kaiser …“, spottete mein Schreibtischnachbar. „Und dann kam ‚der Führer’! In blindem Gehorsam folgte man, bis zum bitteren Ende!“

„Deshalb haben wir jetzt die Demokratie“, folgerte ein anderer. „Aber wer traut schon den Politikern? Die sind doch nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Wissen die denn, wo’s langgeht?“

Die Kollegin meinte: „Jeder sollte selbst entscheiden! Absolute Wahrheit gibt’s ja doch nicht. Stimmt’s?“

„Ja, ja“, sinnierte mein Schreibtischnachbar, „viele denken heute: ‚Mein Bauch gehört mir!’ Jeder will schließlich frei sein. Aber gibt’s das überhaupt? Irgendwie folgen die meisten doch ihren Gewohnheiten.“

„Und außerdem endet deine Freiheit spätestens da, wo meine anfängt!“ konterte lachend der andere. „Wer kann da schon objektiv entscheiden?“

Da meldete ich mich wieder zu Wort: „Ich kenne einen.“ Die sarkastische Reaktion lautete: „Natürlich!“ Aber ich fuhr ruhig fort: „Das meine ich ganz ernst … Der weiß, wo’s langgeht.“

„Wer denn?“ wurde meine Aussage bezweifelt. – „Der diese Welt gemacht hat, von dem alles kommt. Der weiß es am besten. Wenn wir wissen wollen, wie unser Computer funktioniert, lesen wir die Betriebsanleitung des Herstellers. Auf eigene Faust klappt das wohl kaum.“

„Ich weiß aber nicht, ob ich glauben soll, dass es einen Gott gibt?“ fragte unsere Kollegin.

„Angenommen, es gibt Ihn“, antwortete ich, „wäre es nicht sinnvoll, Seine Betriebsanleitung zu kennen?“ Ich schaute herum, nutzte die Pause des Schweigens aus und fuhr fort: „Diese Anleitung ist die Bibel. Sie spricht viele Lebensbereiche an. Gott gibt Anweisungen, die funktionieren. Er beantwortet nicht alle unsere Fragen, leider. Aber wir finden darin Grundlagen zur Entscheidungshilfe. Er gibt aber nicht nur Anweisungen, Er stellt sich selbst vor. Er will, dass wir Ihn kennen lernen und begreifen, dass Er alle Menschen liebt und unser Bestes will. Er ist nicht unerreichbar. Er braucht uns nicht – aber wir brauchen Ihn!“

„Zu schön, um wahr zu sein“, fand mein Schreibtischnachbar.

Da war unsere Mittagspause zu Ende. Wir standen auf. Beim Hinausgehen fragte ich die anderen: „Ihr kennt mich doch. Bin ich vielleicht ein religiöser Spinner? Ich bin doch ganz normal, oder nicht? Trotzdem habe ich diesen Gott kennen gelernt. Zusammen mit anderen versuche ich, als Christ zu leben. Es gelingt mir nicht immer, Gottes Willen zu folgen. Das wisst ihr am besten. Ich habe auch nicht alle Antworten auf alle meine Fragen. Aber ich kenne den, der sie weiß.

Wollt ihr Ihn nicht auch kennen lernen? Er weiß, wo’s langgeht!“

 

- Stefan Kallus                          


Geschrieben von gemeindechristitrier am 30. November 2008 :: Rubrik: Predigten

Welchen Sinn hat mein Leben?

Als ich neulich mit dem Zug fuhr, sah ich, wie friedlich die braunen und schwarzbunten Kühe auf den Wiesen weideten. Sie hatten Futter und Wasser genug, also brauchten sie sich sonst um nichts zu kümmern. Sie beeilten sich nicht und schienen auch keine Angst um ihre Zukunft zu haben, obgleich sie eines Tages auf dem Schlachthof enden würden.

Tiere fragen eben nicht nach dem Sinn ihres Lebens. Diese Tatsache halten wir für selbstverständlich. Woher kommt das aber, wenn der Mensch danach fragt (nach der Evolutionstheorie nur ein höher entwickeltes Tier)?

Ohne Zweifel haben Menschen – biologisch gesehen – viele Ähnlichkeiten mit Tieren. Aber im seelischen Bereich trennen sich die Wege. Die Kuh auf der Weide, das Pferd im Stall oder der Hund zu Haus überlegen nicht, woher sie kommen, wozu sie gerade jetzt da sind und wohin ihr Leben führen wird. Wenn wir nur Emporkömmlinge aus dem Tierreich sind, warum fragen wir uns dann nach dem Sinn unseres Lebens?

Ist es nicht eher so, dass ein höheres Wesen uns diese Frage ins Herz gelegt hat (Prediger 3, 11 – Das ganze alttestamentliche Buch beschreibt die Leere eines Menschenlebens ohne Gott)? Zwar sind wir mit allen Lebewesen der Vergänglichkeit unterworfen. Aber dieses Fragen unterscheidet uns von den Tieren. Wir sind überzeugt, keine „kosmischen Eckensteher“ zu sein, wie Nietzsche es formulierte. Gibt es denn einen Sinn im Leben, wenn seine Schönheit und alle Errungenschaften doch vergehen?

Auf vielerlei Weise versuchen Menschen, ihrem Leben einen Sinn zu geben. Ein Landwirt wollte ihn darin finden, für jedes seiner Kinder einen eigenen Hof zu erwerben. Viele Jahre arbeitete er fleißig und verzichtete auf manchen Komfort. Erst im Alter erreichte er sein Ziel. Kurz danach starb er. Doch 30 Jahre später verkauften seine Nachkommen ihren Besitz an Fremde. In der Liebe zu seinen Kindern war dieser Mann vorbildlich. Aber sein Werk war nicht von Dauer. Die Mühe seines Lebens war praktisch umsonst gewesen.

Kann der Sinn des Lebens darin bestehen, viel Gutes zu tun, zu Ansehen zu kommen, viel zu besitzen oder Macht auszuüben? Schon in kurzer Zeit sind all diese Dinge und guten Taten vergessen.

Unser Landwirt hatte wenigstens viele Jahre, um an seinem Ziel zu arbeiten. Wir aber wissen nicht unbedingt, ob wir morgen noch leben werden. – David, ein großer König in Israel, besaß Macht, Reichtum und Ansehen. Dennoch beschrieb er das Leben so: „Die Tage des Menschen sind wie Gras. Er blüht wie die Blume des Feldes. Fährt der Wind darüber, ist sie dahin. Der Ort, an dem sie stand, weiß nichts mehr von ihr“ (Psalm 103, 15 – 16). Unfallstatistiken und Todesanzeigen in den Zeitungen beweisen, wie schnell alles zu Ende sein kann.

Blumen und Menschen haben ihre Blütezeit, dann kehren sie zur Erde zurück. Dies Bewusstsein löst in uns die Frage nach dem Lebenssinn aus. Gott hat mit uns ein anderes Ziel als mit Pflanzen oder Tieren. Er gibt uns das Leben und alles, was wir brauchen. Alle guten Erfahrungen sollen uns dazu bewegen, nach Ihm zu suchen. Nur durch Ihn bekommt unser Leben einen bleibenden Sinn.

Auch Jesus erzählt die Geschichte von einem Landwirt. Dessen einzige Sorge nach einer Rekordernte war: „Wie kann ich das Korn so unterbringen, dass ich in Zukunft gut leben kann?“ Aber all seine Pläne wurden durchkreuzt. Das Urteil lautete: „Vergeblich gelebt! Du dachtest nur an deinen Lebensstandard und hast Gott vergessen“ (Lukas 12, 16 – 21)!

Wie aber steht es mit uns? Denken auch wir nur an Familie und Beruf, Auskommen und Freizeit? Wird dies eines Tages – früher oder später – zu Ende sein, ohne dass unser Leben einen bleibenden Sinn gehabt hätte?

Wäre es nicht Zeit, gründlich hierüber nachzudenken und uns zu ändern, ehe es zu spät ist?

 

- Mark Martin              


Geschrieben von gemeindechristitrier am 16. November 2008 :: Rubrik: Predigten
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